Submissive posture as an adaptation to aggressive behavior in hermit crabs1

Authors


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    Contribution No. 174, Hawaii Marine Laboratory of the University of Hawaii, Honolulu. The work was supported by the Pauley Fund, and at the Eniwetok Marine Biological Laboratory, by the US Atomic Energy Commission.

Zusammenfassung

Bei dem in der Gezeitenzone des tropischen Pazifik häufigen Einsiedlerkrebs Calcinus laevimanus wurde das Kampfverhalten untersucht, indem man zwei Krebse aus ihren Schalen nahm und sic um nur eine ihnen gebotene Schale streiten ließ. Jedes Paar wurde zweimal beobachtet, und der Krebs, der die Schale erfolgreich verteidigte oder den anderen aus ihr herausziehen konnte, galt als der Sieger. Im Durchschnitt gab weder das Geschlecht noch der Besitz der Schale den Ausschlag, sondern das Gewicht des Kämpfers.

Bei der ersten Begegnung wird das Dominanzverhältnis durch offenen Kampf bestimmt. Er währt nur kurz, wenn einer sehr viel angriffslustiger ist als der andere; zwischen Gleichstarken ist er oft lang und grausam. Der Unterlegene geht manchmal in Demutstellung, indem er zu kämpfen aufhört und auf die Seite oder den Rücken fällt, ohne jeden Versuch der Verteidigung. Das scheint die Angriffslust des Überlegenen zu dämpfen, der gewöhnlich über dem Besiegten angriffsbereit darauf wartet, ob dieser sich aufrichtet und zu fliehen versucht. Ist die Rangordnung einmal festgelegt, dann löst oft schon ein kurzes Drohen des Siegers durch Heben der linken Schere die Demutstellung des Verlierers aus. Ähnlich beschwichtigende Demutverhaltensweisen beschrieben Crane (1958) und Paroi (1948) bei anderen Wirbellosen; es sind beachtliche Beispiele konvergenter Verhaltensentwicklung im Vergleich mit den Demutgebärden von Wirbeltieren.

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