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Zusammenfassung

Wie stark Fluchtstimmung (“Furcht”) das Verhalten von Versuchstieren in ethologischen Untersuchungen stören kann, ist zwar wohl vielen bekannt, wird aber selten erörtert oder in Veröffentlichungen erwähnt.

Die Beobachter setzen die Tiere meist entweder der vollen Störung durch den Laborbetrieb aus oder schließen sie weitestgehend von allen möglichen Störreizen ab. Im ersten Fall fehlt die Kontrolle über wichtige Störfaktoren, im zweiten werden vor allem Wirbeltiere oft so furchtsam, daß sie das meiste Verhalten unterdrücken.

In Untersuchungen an verschiedenen Fischarten hat sich folgender Ausweg sehr bewährt: Man setzt zum Versuchstier hinter eine durchsichtige Trennwand andersartige Tiere, die sich ständig gleichmäßig bewegen, für das Versuchstier aber ohne Interesse sind.