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Zusammenfassung

An einer halbwilden Herde des Damhirsches (Dama dama) wurde 19 Monate lang das Sozialverhalten, vor allem die Bedeutung frühontogenetischer Erfahrungen für die Entwicklung des arttypischen Verhaltens untersucht.

Zahlreiche optische, akustische und Berührungs-Reize dienen der Warnung, der Rangordnung oder der Verständigung zwischen Geschlechtspartnern oder Eltern und Kindern.

Isoliert aufgezogene Jungtiere reagierten in typischen Situationen mit den gleichen Signalen wie in der Herde aufgewachsene und beantworteten, in die Herde gebracht, die arttypischen Signale der anderen richtig. Allerdings wurden diese Tiere von der Herde nicht aufgenommen und standen noch nach 3 Jahren abseits. Die isolierte Aufzucht beeinträchtigt also das Sozialleben stark, indem es die Bindung an Artgenossen verhindert. Diese Bindung ist aber wohl nötig, wo bestimmte Verhaltenselemente von Artgenossen gelernt werden müssen.