Learning Experiments on Individual Recognition in Budgerigars (Melopsittacusundulatus)

Authors

  • Dr. Fritz Trillmich

    Corresponding author
    1. Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie, Seewiesen
      Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie, D-8131 Seewiesen.
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Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie, D-8131 Seewiesen.

Abstract

Abstract

By means of learning experiments individual recognition in budgerigars was demonstrated. In a 2-choice situation 2 ♂ ♂ and 3 ♀ ♀ discriminated clearly between 2 object birds. Characteristics used for identification were predominantly of the head. Budgerigars can recognize conspecifics by means of optical characteristics alone. Training also enabled 2 ♂ ♂ to discriminate between colour slides of 2 object birds. In training, budgerigars discriminated only between greatly differing calls. When presented with slides and distance calls of 2 object birds, 2 ♂ ♂ chose mainly according to optical stimuli.

Zusammenfassung

Es wurde versucht individuelles Erkennen beim Wellensittich mit Lern-versuchen nachzuweisen und zu analysieren, welche Merkmale daran beteiligt sind.

2 ♂ ♂ und 3 ♀ ♀ wurden in einem Y-Labyrinth mit Futterbelohnung darauf dressiert, verschiedene ♂ ♂ bzw. ♀ ♀ voneinander zu unterscheiden. Die Vögel bewerteten den Vogel, bei dem sie belohnt wurden, als zur Wahl stimulierenden Reiz, den anderen als Wahl-hemmenden Reiz. Die verwendeten Unterscheidungsmerkmale lagen vorwiegend in der Kopfregion. Veränderungen der Kopfzeichnung gaben keine eindeutigen Hinweise, welche Merkmale für das individuelle Erkennen verwendet wurden.

2 ♂ ♂ konnten nach der Dressur verschiedene Farbdias zweier Wellen-sittiche unterscheiden. Sie reagierten auf weitere, noch nie zuvor gesehene Dias dieser Vögel im Sinne der Dressur. Ein ♂ ♂ wählte zwischen 2 ♀ ♀, auf deren Dias er dressiert worden war, wie zwischen den Dias.

Die Distanzrufe von Wellensittichen besitzen individuenspezifische Merkmale. In der Dressur unterschieden die Wellensittiche nur zwischen sehr verschiedenen Rufen eindeutig.

2 ♂ ♂ konnten erfolgreich auf die Unterscheidung der Kombination von Dias und entsprechenden Distanzrufen zweier Wahlvögel dressiert werden. Wurden ihnen die Rufe und die Dias anschließend über Kreuz geboten, richteten sie ihre Wahl bevorzugt nach den optischen Reizen.

Die Ergebnisse zeigen, daß individuelles Erkennen durch optische Reize ermöglicht wird, akustische Reize dagegen unter den Versuchsbedingungen weniger geeignet sind. Mögliche Gründe für das Versagen der Wellensittiche in der Dressur auf akustische Reize werden diskutiert, so unter anderem, daß akustische Reize in Verbindung mit optischen von den Wellensittichen stärker beachtet werden.

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