Urine Marking and Territoriality in Galago alleni (Waterhouse, 1837 — Lorisoidea, Primates) — A Field Study by Radio-telemetry

Authors


Laboratoire d'Ecologie Générale — Museum National d'Histoire Naturelle, 4, avenue du Petit Chǎteau, F-91800 Brunoy (France).

Abstract

Abstract

A field study, by radio-telemetry, of urine marking in Galago alleni (Rainforest of Gaboon). Urine marking is interpreted as a means of dispersal of a social signal.

Zusammenfassung

Wäherend deier Aufenthalte von jeweils 3 Monaten am Institut für Äquatorialökologie in Makokou, Gabun, in den jahren 1972, 1973 und 1975 wurden an einer freilebenden Population von Galago alleni im primären Regenwald verhaltensbiologische Untersuchungen durchgeführt. Als Kontroll-methoden dienten der Fang-Wiederfang in dafür geeigneten Fallen und die Radio-Telemetrie. Das Schwergewicht lag auf Untersuchungen zur Revieran-ordnung sowie der sozialen Organisation im Raum-Zeit-Gefüge. Ein neuent-wickeltes Radio-Tracking-Verfahren wird beschrieben, welches dem Beobachter ermöglicht, die örtliche Harnmarkierungsfrequenz zu erkennen und auch zu lokalisieren. Harnmarkieren (Harnwaschen) kommt im gesamten Revier vor; in Überlappungszonen mit anderen ♂♂- oder ♂-Revieren erhöht sich die Markierungsfrequenz um das Vierfache Fünf Hypothesen über die Bedeutung des Urinwaschens, des Anfeuchtens der Fußsohlen mit Harn, werden an eigenen im Freiland gewonnenen Erkenntnissen diskutiert. Harnmarken werden in einer dreidimensionalen Umwelt, wo Springen und Laufen zahlreiche Fort-bewegungsmöglichkeiten anbieten, als ♂soziale Signale♂ gedeutet.

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