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Abstract

Changes in aggressive responsiveness to 5 stimulus dummies (Normal, Aggressive, and Subordinate sunfish, Pike, and Minnow) over the 4 periods (Nesting, Spawning, Brooding, and Vacating) of the reproductive phase were studied in 49 ♂ ♂ over two seasons in the field by presenting the Normal sunfish dummy and one other dummy daily. The results showed large initial increases and subsequent decreases in responsiveness over this phase. The dummies were treated as conspecific or heterospecific and the fish discriminated among them in terms of placement of Bites and frequencies of different responses, especially Opercular Spreads. Positive correlations among the response frequencies indicated a unitary intraspecific aggression system. External and internal stimuli combine additively to elicit aggressive reactions. Energetic costs and sexual selection are likely operative in the evolution of aggressive responsiveness.

Zusammenfassung

Die Fortpflanzungsphase des Gemeinen Sonnenbarsches (Lepomis gibbosus) läßt sich in vier Abschnitte unterteilen: Nestbau, Laichen, Brutbewachen, Verlassen des Ortes. Im Freien wurde mit Attrappen die Angriffsbereitschaft von 49 ♂ ♂ in diesen Abschnitten untersucht. Anschwimmen, Ausweichen, Kiemendeckelspreizen und Beißen ergaben zuerst einen steilen Anstieg, dann einen langsamen Abfall über diese Zeit. Anzeichen für Gewöhnung an die Attrappen gab es nicht. Kiemendeckelspreizen trat vicl häufiger gegen Art-genossen- als gegen Artfremden-Attrappen auf.

Die Attrappen zeigten: 1. aggressive, 2. normale, 3. unterlegene Art-genossen, 4. Hecht, 5. Karpfenfisch. Zu jeder Zeit war die Angriffsbereitschaft gegen (1.) am höchsten und nahm in der Reihenfolge der Aufzählung ab. Gebissen wurde (1.) bevorzugt auf die Kiemendeckel, (2.) und (3.) an Kopf und Flanken, (4.) am Schwanz.

Positive Korrelationen zwischen den Reaktionshäufigkeiten deuten auf ein einheitliches Aggressionssystem hin. Aggressive Reaktionen werden von außen vor allem durch die Kiemendeckelzeichnung und die dunkle Streifung des Körpers beeinflußt; die inneren Faktoren wurden auf einer Motivations-achse angeordnet.

In die Entscheidung zu kämpfen gehen wahrscheinlich die aufzuwendende Energie, die Vorteile des Koloniebrütens, Balzaktivitäten, Feindabwehr und Artgenossenkonkurrenz ein. Die geschlechtliche Auslese begünstigt sehr aggressive ♂ ♂ und deutliche Geschlechtsunterschiede.