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Abstract

The hypothesis was tested that rats' initial activity in a novel situation represents escape tendencies rather than exploratory behaviour. 30 male albino rats were handled when 90 days old, another 30 rats remained undisturbed. All the animals got 7 trials in a light-dark preference situation. For half of the animals the lighted part contained additional stimuli. Although activity was high, rats did not investigate these stimuli in the first trials. This result seems to favour the escape hypothesis.

Zusammenfassung

Die vorliegende Arbeit untersuchte, ob die Anfangsaktivität von Laborratten in einem Hell-Dunkel-Präferenztest dazu dient, neue Reize zu untersuchen, oder ob es sich um Versuche handelt, aus der Testsituation zu entfliehen. Eine Gruppe 90 Tage alter männlicher Wistar-Ratten erhielt an 7 aufeinander-folgenden Tagen eine “Handling”-Behandlung. Eine zweite Gruppe blieb während dieser Zeit ungestört. Alle Tiere wurden an 7 aufeinanderfolgenden Tagen getestet. Bei jeweils einer Hälfte der Tiere beider Gruppen waren im hellen Teil der Versuchsanordnung zusätzlich Gegenstände angebracht, bei der anderen nicht. Während der ersten zwei Testdurchgänge mieden die Ratten diese zusätzlichen Gegenstände. An späteren Testtagen hingegen erkundeten die Ratten mit “Handling” die Gegenstände stark. Bei Ratten ohne “Handling” war ein solcher Anstieg in der Explorationstendenz nicht zu beobachten. Die Zeitdauer, die die Tiere an den einzelnen Tagen in der Nähe der Gegenstände zubrachten, wurde interkorreliert. Mittels einer Faktorenanalyse wurde ein Faktor mit hohen Ladungen auf den ersten beiden Testdurchgängen extrahiert. Ein zweiter Faktor lud hauptsächlich auf späteren Tagen. Die Resultate wurden als Bestätigung dafür angesehen, daß Anfangsaktivität als Flucht-verhalten gedeutet werden kann.