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Abstract

In an attempt to explain apparent differences in the pigeon homing behaviour over different regions, some experiments with anosmatic birds have been repeated on German birds.

The poor initial orientation in either controls or experimentals in many single experiments and in pooled data was an insufficient basis for the evaluation of the influence of olfactory deprivation on homeward directedness.

Homing success, however, was significantly worse in experimentals than in controls, which confirmed the result of impaired homing ability of anosmatic pigeons.

Zusammenfassung

Die Bedeutung des Geruchssinnes für das Heimfinden von Brieftauben wurde in Deutschland überprüft. In einer Versuchsserie wurde das Riechver-mögen der Tauben durch Einführen kleiner Plastikschläuche in die Nasen-höhlen unterbunden. An einem von früheren Auflassungen her bekannten Ort waren diese anosmatischen Tiere heimorientiert, nicht aber an einem unbekann-ten Ort. Kontrolltauben waren an beiden Orten heimorientiert.

In einer zweiten Serie wurde bei alien Vögeln einseitig der Riechnerv durchtrennt. Bei den Versuchstauben wurde züsatzlich die contralateral, bei den Kontrolltauben die ipsilaterale Nasenöffnung verstopft. 9 Testflüge von jeweils verschiedenen unbekannten Orten wurden durchgeführt. Die Abflug-richtungen waren weder bei den Kontroll- noch bei den Versuchstauben nach-weisbar heimorientiert und geben deshalb keinen Aufschluß über die Bedeutung des Rieehvermögens.

Der Heimkehrerfolg von unbekannten Auflaßplätzen war in beiden Serien bei den anosmatischen Tauben signifikant schlechter als bei den Kon-trolltieren (73 von 108 bzw. 38 von 108 kehrten nicht zurück).

Die Ergebnisse werden mit entsprechenden Resultaten aus anderen Län-dern verglichen.