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Abstract

The causal basis of optimal prey-size selection was investigated experimentally using Three-spined Sticklebacks (Gasterosteus aculeatus) as predators and two size classes of Daphnia magna as prey. When offered a choice between a large and a small daphnia sticklebacks took the apparently-larger prey, irrespective of its absolute size. However, the apparent size rule did not correctly predict the diet of fish feeding on mixed populations of the same two size classes, except at low prey densities. The observed pattern of predation was consistent with optimal diet theory.

Zusammenfassung

In zwei Typen von Experimenten konnten Dreistachlige Stichlinge (Gasterosteus aculeatus) Daphnien jeweils zweier Größenklassen bejagen. Die Versuche sollten kausale und funktionale Gründe der Beutegrößenselektion untersuchen.

1. Bietet man Stichlingen eine große und eine kleine, frei schwimmende Daphnie, so wählten die Fische — ungeachtet der absoluten Beutegröße — die scheinbar größere.

2. In einer Mischung aus Daphnien zweier Größenklassen bevorzugten Stichlinge durchweg die größere. Wenn die Dichte der kleinen Beute variiert wurde, änderte sich der Anteil großer Beute in der Nahrung, und zwar unabhängig von ihrer eigenen Dichte; er änderte sich aber nicht, wenn die Dichten beider Größenklassen um einen gemeinsamen Faktor variiert wurden.

3. Voraussagen eines Simulationsmodells, das die Wahl der scheinbar größeren Beute berücksichtigte, stimmten mit der beobachteten Nahrungsauswahl zwar bei niedrigen, nicht jedoch bei hohen Dichten überein; im Gegensatz zur Vorhersage spezialisierten sich die Stichlinge bei höheren Dichten nicht verstärkt auf große Beute.

4. Die Theorie optimaler Nahrungsnutzung sagte die beobachtete Jagdweise richtig voraus. Selbst bei hohen Beutedichten waren die Suchzeiten für große Beute nie kurz genug, daß durch Auslassen kleiner Beute die Energie-aufnahmerate maximiert worden wäre.