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Abstract

A single Eurasian Nutcracker (Nucifraga caryocatactes) was tested in a cage to determine if it had a spatial and/or temporal pattern to cache and recover seeds of Pinus sibirica. After caching trials the bird was isolated from the caching cage for either 18 or 7 days. In the 7-day trials the seeds were removed by the experimenter. When reintroduced into the caching cage the bird found between 39 and 83% of its cache locations. The bird probed for caches with an accuracy of between 37 and 88 %. Caches were not made randomly nor did the bird randomly forage for them. The bird showed evidence of a spatial template consistant with an optimal foraging strategy in patches for harvesting caches. Although the nutcracker remembered where it buried caches it did not appear to store the same type of information about caches previously harvested. The nutcracker memory system appears to contain information about the specific location of caches within patches, and the location of patches within its habitat.

Zusammenfassung

Um zu bestimmen, wie Tannenhäher ihre Samenverstecke finden, wurde eine Reihe von Versuchen mit einem einzelnen, halbzahmen Vogel unternommen. Nachdem der Vogel seine Verstecke auf einem Käfigboden angelegt hatte, wurde er 7 (2 Versuche) oder 18 Tage lang (1 Versuch) isoliert. Bei den zwei Versuchen, die 7 Tage dauerten, wurden die Verstecke vom Versuchsleiter beseitigt und der sandige Käfigboden so eingeebnet, daß keine äußeren Zeichen von Verstecken vorhanden waren. Der Vogel zog es vor, seine Samen an den Rändern von Gegenständen im Käfig zu verstecken. Der Vogel suchte an den richtigen Stellen weit öfter als dies aufgrund ziellosen Suchverhaltens hätte vorhergesagt werden können. Die Suchgenauigkeit nahm auch nicht ab, wenn die Samenverstecke während der Anfangsstufe der Wiederanpassungsperiode vom Experimentator entfernt wurden. Dies zeigt, daß weder direktes Sehen noch der Geruchssinn nötig waren, um die Verstecke aufzuspüren und daß der Vogel sich auf sein Gedächtnis verließ. Verstecke, die von den Rändern aus weiter entfernt lagen, wurden ebenso häufig aufgespürt wie die an den Rändern. Der Vogel benutzte wahrscheinlich Orientierungshinweise innerhalb und außerhalb des Käfigs, um die Samenverstecke zu lokalisieren.

Der Vogel schien ein Raummuster oder eine ”Schabloneß zu besitzen, um die Verstecke anzulegen und wiederzufinden. Die Verstecke waren gruppenweise (‘clumped’) angelegt und wurden der Reihe nach abgeerntet, wobei der Abstand zum Nachbarversteck entscheidend war und nicht die Reihenfolge, in der sie angelegt waren. Die Verstecke wurden entsprechend den Voraussagen der Theorie der optimalen Nahrungsnutzung geerntet, wie sie für stellenweise gehäuft vorkommende Nahrung gilt. Verhalten und Durchführung lassen auf eine beträchtliche kognitive Fähigkeit des Vogels für das Erfassen räumlicher Bcziehungen schheßen.