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Abstract

Two alarm vocalizations of Belding's ground squirrels, the trill and the chirp, are quantitatively described in terms of their physical characteristics, associated environmental contexts, and capacity to evoke responses among noncalling squirrels. Trills and chirps vary in their association, with predatory encounters depending on the number of calls given and the number and age of calling squirrels. Noncalling squirrels appear to attend to these variations, and show greater responsiveness to calls that are better predictors of imminent encounters with predators. These results are discussed with regard to the information content of alarm calls and the factors that influence responsiveness of squirrels to alarm calls.

Zusammenfassung

Untersucht wurden zwei Alarmrufe, die Belding-Backenhörnchen (Spermophilus beldingi) unter natürlichen Bedingungen hauptsächlich verwenden: Triller und Zwitscherlaute. Diese unterscheiden sich in der Struktur (Triller bestehen aus viel mehr Silben) und in der Tendenz wiederholt zu werden (Zwitscherlaute werden selten wiederholt). Zwitscherlaute wurden vor allem gerufen, wenn Raubfeinde, besonders Greifvögel, sich näherten, Triller dagegen selten im Zusammenhang mit Raubfeinden und häufiger aus nicht festzustellenden Ursachen. Triller oder Zwitscherlaute, die von mehreren Rufern geäußert wurden, bezogen sich häufiger auf Raubfeinde als Rufe einzelner Tiere. Triller erwachsener Backenhörnchen wiederum bezogen sich häufiger auf Raubfeinde als die von jungen Tieren.

Auf Triller reagierten die Backenhörnchen mit „Mannchen” machen, nach Zwitscherlauten dagegen duckten sie sich, liefen zu ihren Höhlen und verkrochen sich darin. Gemessen an der Anzahl der Tiere, die „Mannchen” machten, reagierten die Hörnchen am stärksten auf Triller mehrerer Rufer, schwächer auf mehrere Triller eines Rufers und am schwächsten auf einzelne Triller. Triller, die auf Raubfeinde oder unbekannte Ursachen zurückgingen, verursachten mehr Reaktionen als Triller, die im Zusammenhang mit ungefährlichen Tieren oder bei geselligen Verfolgungen gerufen wurden. Erwachsene Tiere neigten dazu, Triller von jungen Tieren zu ignorieren, während junge Tiere offensichtlich ohne Rücksicht auf das Alter des Rufers reagierten. Insgesamt war die Reaktion der Backenhörnchen auf die verschiedenen Arten von Trillern positiv mit deren Signalwert korreliert: Rufe, die das drohende Zusammentreffen mit Raubfeinden deutlich anzeigten, hatten stärkere Reaktionen zur Folge als Rufe mit schwächerem Signalwert.

Aus diesen Ergebnissen wird gefolgert, daß Rufe Informationen über die Gefährlichkeit unmittelbar drohender Begegnungen mit anderen Tierarten vermitteln. Triller zeigen sich langsam entwickelnde, risikoarme Situationen an, Zwitscherlaute sich schnell entwickelnde, risikoreiche. Die Reaktionen der Backenhörnchen auf Rufe entsprechen diesem Informationsgehalt direkt in ihrer Intensität und in der Wahrscheinlichkeit ihres Auftretens. Die Reaktions-muster scheinen durch Erfahrung beeinflußt; junge Backenhörnchen lernen wahrscheinlich, sowohl auf bestimmte Umweltreize (Raubfeinde) als auch auf Signale (Alarmrufe) entsprechend zu reagieren.