Polyspecific Associations among Tropical Rain-forest Primates

Authors

  • Thomas T. Struhsaker

    Corresponding author
    1. New York Zoological Society, The Rockefeller University, New York, Makerere University, Kampala
      New York Zoological Society, Bronx Park, Bronx, NY 10460, U.S.A.
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New York Zoological Society, Bronx Park, Bronx, NY 10460, U.S.A.

Abstract

Abstract

New data on rain-forest primate polyspecific associations, primarily from the Kibalc Forest of W. Uganda, are presented along with a re-evaluation of previously published results. Although some of the associations appear to be chance phenomena, a number are clearly not. Evidence is presented which supports the hypothesis that some of these interspecific associations are due to aggregations at common food resources. Weaker data suggest that in some cases a species may derive foraging benefits by associating with certain other species. In some cases food is clearly not involved and when this concerns frequent association it seems most likely that avian predator detection and avoidance are involved. The absence of raptors specialized for primate predation and the relative paucity of primate polyspecific associations in S.E. Asia lend support to this hypothesis.

Zusammenfassung

Warum bilden Regenwald-Affen gemischte Artengruppen? Bereits vorhandene Daten und neue, im Kibale-Forest in West-Uganda erhoben, ergeben folgendes:

  • 1Sucht man den Wald nach Gruppen ab und zählt sie, so bekommt man ganz andere Ergebnisse, als wenn man einer Gruppe tagelang folgt und ihre Vergesellschaftungen zählt. Das muß ein Beobachtungfehler sein.
  • 2Gemischtartliche Gruppen treten in verschiedenen Jahren, Monaten und zu verschiedenen Tageszeiten unterschiedlich häufig auf, ohne erkennbare Regelhaftigkeit für bestimmte Gruppierungen oder Arten.
  • 3Die Neigung zum aktiven Anschluß an andere Arten ist von Art zu Art verschieden. Die Daten von 5 Artenpaaren lassen vermuten, daß a) die seltenere Art sich der häufigeren anschließt; b) kleinere Gruppen sich größeren anschliefien; c) die Art mit dem größeren Streifgebiet sich der mit dem kleineren anschließt.
  • 4Bei je einer Gruppe von Cercopithecus ascanius und C. mitis, deren Streifgebiete stark überlappten, hing die Zeit, die beide miteinander verbrachten, deutlich zusammen mit dem Grad der Übereinstimmung ihrer aufgenommenen Nahrung. Weniger deutlich zeigte sich das auch bei anderen Arten; es könnte einen Vorteil bei der Nahrungsaufnahme bringen.
  • 5Eine C. ascanius-Cruppe schloß sich anderen Arten vor allem in Monaten mit vorherrschender Fruchtnahrung an. Das gilt aber nicht für ihre Vergesellschaftung mit Colobus badius.
  • 6Häufige Vergesellschaftungen von C. ascanius und C. mitis ließen sich verläßlich vorhersagen, wenn man die Fruchtzeiten zweier relativ seltener, aber bevorzugter Bäume beachtete. Häufige Futterbäume scheinen ohne Einfluß.
  • 7Zwischenartliche Interaktionen umfassen meist Aggression, Spiel und Fellpflege. Aggression entzündet sich meist an Nahrung; meist gewinnt der Größere. Kämpfe sind um so häufiger (aber nicht Spiele), je ähnlicher die Nahrung; für Fellpflege gilt das Gegenteil.
  • 8Die großen Unterschiede von Art zu Art in der Häufigkeit und Dauer des Anschlusses lassen sich nur zum Teil mit arttypischen Tagesmärschen und Gruppenaufteilungen erklären.
  • 9Die je nach Population verschiedenen zwischenartlichen Zusammenschlüsse lassen sich oft, aber nicht immer mit der Siedlungsdichte der Arten erklären.
  • 10Gemischte Artengruppen unter Regenwald-Primaten gibt es in Afrika häufiger als in Südost-Asien und Südamerika.
  • 11Einige solcher Gruppierungen sind sicher nicht zufällig.
  • 12Der Tagesgang solcher Gruppierungen für 6 Gruppen aus drei Arten zeigte keinen Zusammenhang mit den Aktivitaten bestimmter Fliegen, scheint also nicht geeignet, den Kontakt mit Krankheitsüberträgern zu verringern.
  • 13Nur die Daten von C. mltls, C. ascanius und Cercocebus albigena in Kibale ergeben einen Zusammenhang der Vergesellschaftung mit den Freßgewohnheiten.
  • 14Für Arten mit wenig überlappender Nahrung scheint in Afrika der verbreitete Kronenadler Selektionsursache der Vergesellschaftungen zu sein. Für Südamerika könnte Entsprechendes für die Harpyie gelten. In Sßdost-Asien fehlen Affenadler; das könnte zu den dort seltenen Artenmischungen passen. Der Mensch als Feind scheint nirgendwo in dieser Richtung zu wirken.
  • 15Nahrung und Bedrohung durch Raubvögel scheinen, neben Zufälligkeiten, die wichtigsten Faktoren für gemischte Artengruppen bei Primaten.

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