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Abstract

The cotton-top tamarin (Saguinus oedipus oedipus) has an extensive vocal repertoire which is derived from the variation of two basic elements and the sequential combination of those elements. A distinctive features analysis demonstrated at least 8 phonetic variants of a short, frequency modulated call (chirp) and five longer constant frequency calls (whistles). The call variants do not describe points on a single motivational continuum, but rather each variant represents a different message. A simple grammar is presented to describe all sequences of calls. While most of the call sequences fit the definition of phonetic syntax, at least two sequences appear to be exemplars of lexical syntax. Call structures are modified to provide increasing cues for auditory localization as animals are farther apart from each other. Comparisons of calls of S. o. oedipus with those of other callitrichids show a gradual divergence of call type with increasing geographic and phylogenic separation.

Zusammenfassung

Das Lautrepertoire des Lisztäffchens (Saguinus oedipus) wird beschrieben, einschließlich der Situationen, in denen die Laute auftreten, und ihres vermuteten Bedeutungsinhalts.

Das Repertoire beruht weitgehend auf zwei Grund-Elementen: kurzen frequenzmodulierten “Zirplauten” und längeren unmodulierten “Pfiffen”. Diese Elemente werden zu verschiedenen Varianten mit unterschiedlichen Funktionen umgewandelt. Sie können auch zu längeren Folgen (Phrasen) zusammengefügt werden. Dem liegt eine einfache Grammatik zugrunde.

Meist haben die Elementfolgen einen anderen Bedeutungsgehalt als die Elemente, aus denen sie bestehen. Es gibt aber auch Folgen, die der Definition einer lexikalischen Syntax genügen, d. h. ihre Bedeutung ist zusammengesetzt aus der Bedeutung der Einzelelemente.

Die akustische Struktur der Laute entspricht den von Morton (1977) für Tierlaute aufgestellten Merkmalen akustischer Kommunikation. Das Lisztäffchen paßt die Lautstruktur der Entfernung vom Empfänger an. Je größer der Abstand zwischen den Tieren, desto mehr Orientierungshilfen enthalten die Laute.

Die Laute sind weitgehend denen gleich, die für verschiedene Unterarten von S. oedipus beschrieben wurden. Zu Nachbararten und Nachbargattungen wachsen die Unterschiede mit größerer geographischer und taxonomischer Entfernung.