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Abstract

Laboratory studies showed that bush rats will hoard food pellets when deprived of food and water-soaked pledgets when deprived of water. Some evidence for retrieval of sweet-tasting objects was also obtained. The general retrieval system demonstrated in Norway rats is therefore also present in this non-commensal Rattus species. An analysis of the component responses of the hoarding sequence during these experiments supported this conclusion. In both species hoarding seems to be regulated by incentive and valuation processes related to oral stimuli and responses.

Zusammenfassung

Die Allgemeingültigkeit der bei hamsternden Wanderratten gefundenen Objektbevorzugung wurde bei der Australischen Buschratte, einer nichtkulturfolgenden Rattenart, untersucht. Fallengefangene Buschratten beider Geschlechter lebten in Einzelkäfigen, und jedes Tier durfte Objekte aus einem abgeschlossenen Gang in den Heimkäfig während täglicher Versuche von 20 bis 30 min Dauer eintragen. In Experiment 1 wurden Futterpillen normal ernährten und kurzgehaltenen Ratten geboten. Auf der Mitte des Futterentzugs bekam jedes Tier 1 h vor dem Hamsterversuch etwas zu fressen. Futterentzug steigerte das Hamstern, während Vorfüttern es minderte, obwohl das Körpergewicht unter dem normal ernährter Tiere lag.

In Experiment 2 erhielten die Tiere wassergetränkte oder in einer Natrium-Sacharin-Lösung getränkte Zellstoffstücke nebeneinander. Normal getränkte Ratten wurden mit durstigen verglichen. Bei den beiden letzten Versuchen mit beiden Gruppen wurde die bevorzugte Lösung zusammen mit Futterpillen geboten. Die nichtdurstigen Tiere bevorzugten andeutungsweise Sacharin, vielleicht wegen der benützten Konzentration von 1%. Durstige Tiere zogen Wassergetränktes vor und trugen es zu Beginn der letzten beiden Läufe bevorzugt ein.

In beiden Versuchen beeinflußte Entzug die Appetenz, sich dem Hamsterobjekt zu nähern und es aufzunehmen. Unterschiede im Fressen und Belecken entsprachen solchen des Hamsterns.

Die Versuche belegen, daß Objekteigenschaften, die bei Laborratten Hamstern auslösen, auch bei Buschratten wirksam sind. Auch sind die Verhaltensfolgen ähnlich. Es wird geschlossen, daß das Erkennen auslösender Reize und deren Verknüpfung mit körperlichen Mangelzuständen bei beiden Arten in enger Beziehung zu oralen Faktoren, die ihrerseits Hamstern bestimmen, evolviert wurden.