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Abstract and Summary

In the laboratory setting, anti-predator behavior tends to habituate so fast that its value for the prey's survival appears questionable. We propose that excessive habituation is caused by the artificially stereotyped presentation of stimulus objects, which is commonly used for the sake of precise stimulus control. To test this hypothesis, we habituated young angel fish (Pterophyllum eimecki) to a moving shadow on one side of the test chamber, and then presented the moving shadow on the opposite side of the chamber. Since the responsiveness was restored in the vast majority of these trials, our hypothesis stays upheld. This result is discussed in the context of an earlier hypothesis, namely that from the prey's vantage point relative rareness is an important feature of predators in the natural setting (SCHLEIDT 1961).

Zusammenfassung

Nach einer früher vertretenen Hypothese ist vom Standpunkt des Beutetieres die relative Seltenheit im natürlichen Lebensraum ein wichtiges Merkmal von Raubfeinden (SCHLEIDT 1961).

In Laborversuchen gewöhnen sich Beutetiere im allgemeinen schneller an Freßfeinde als für das Überleben tragbar erscheint. Wir nehmen an, daß diese schnelle Gewöhnung ein Kunstprodukt der gleichförmigen Darbietung des Reizobjektes ist. Um das zu prüfen, gewöhnten wir junge Segelflosser (Pterophyllum eimecki) zunächst an einen sich bewegenden Schatten an einer Wand der Versuchskammer und boten dann den gleichen sich bewegenden Schatten an der gegenüberliegenden Wand. Durch diese Ortsveränderung wurde in der überwiegenden Mehrzahl der Versuche das Feindmeidungsverhalten wiederhergestellt.