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Abstract

Two series of experiments were performed to check the effect of a reversible olfactory deprivation on the orientation ability of homing pigeons. An anaesthetic (xylocain) was applied to the olfactory membrane and showed a clear negative effect on the navigational capabilities of the birds. The anaesthesia affected both initial orientation and homing performance. The possible causes of differences with respect to the results obtained by other authors are discussed.

Zusammenfassung

Zwei Serien von Versuchen wurden durchgeführt, um den Effekt eines reversiblen Entzugs des Geruchsinnes auf die Orientierungsfähigkeit von Brieftauben zu testen.

In der ersten Versuchsserie wurde die Nasenschleimhaut 5 min vor dem Auflassen mit einem Anästhetikum (Xylocain) behandelt. Die Versuchstauben waren im Gegensatz zu den Kontrolltauben nicht heimwärts orientiert, und ihre Heimkehrleistungen waren schlechter.

In der zweiten Versuchsserie wurden die Versuchstauben, die gleichzeitig mit Xylocain behandelt worden waren, zu verschiedenen Zeiten (5–113 min) nach der Behandlung aufgelassen. Die Desorientierung, die von Xylocain verursacht wird, nimmt mit der Zeit ab, aber sie ist im Verlauf der 2. h nach dem Versuchsanfang noch nicht beendet. Hieraus ist zu schließen, daß auch eine vorübergehende Ausschaltung des Geruchsinnes durch Lokalanästhesie der Nasenschleimhaut den Brieftauben die Fähigkeit nimmt, sich heimwärts zu orientieren, und ihre Heimkehrzeiten verlängert.