Random Individual Association and Social Group Instability in American Bison (Bison bison)

Authors


Division of Wildlife and Fisheries Biology, University of California, Davis, Calif. 95616, U.S.A.

Abstract

Abstract

Individual association was recorded to determine group stability in a population of 400 freely roaming American bison (Bison bison) on Santa Catalina Island, California over a 44 month period. The application of cluster analysis and simple probability techniques revealed that individual associations between 16 marked cows and 8 marked calves were essentially random, except for cow-calf bonds. Cow-calf relations were severed abruptly and were random thereafter. Random association between individuals combined with spatial heterogeneity generates a negative binomial model giving a close fit for several equilibrium group size distributions. Random association may occur because it facilitates each cow matching its physiological needs at any moment with the needs of other potential co-group members at the same moment. In addition, random association may have facilitated exploration of the unstable Great Plains environment where modern bison evolved.

Zusammenfassung

Gruppen entstehen meist durch Zusammenbleiben miteinander verwandter Individuen. Die Gruppenstabilität hängt ab von typischen Gegebenheiten der individuellen Lebensgeschichte, vom Verwandtschaftsgrad und von Faktoren wie Feinddruck oder Konkurrenzdruck. Danach sollte man vom amerikanischen Bison stabile Gruppen erwarten, so wie es die meisten Autoren auch annehmen, allerdings ohne das mit bekannten Individuen zu belegen. Aus einer freilebenden Population von 400 Bisons auf Catalina Island, Kalifornien, wurden 16 Kühe und 8 Kälber markiert und 44 Monate lang registriert.

Die einzig stabilen Zusammenschlüsse waren die zwischen Kühen und ihren eigenen Kälbern; alle anderen wechselten zufällig. Die Kuh-Kalb-Bindung endet abrupt nach 8 bis 19 Monaten. Danach bewegen auch sie sich unabhängig; Zusammenschlüsse hängen dann ab vom Abstand der Individuen in verschiedenen Gruppen.

Kühe bewegen sich rasch und weit durch ausgedehnte Streifgebiete. Individuelle Streifgebiete können weithin überlappen. Es scheint zahlreiche zufällige und nichtzufällige Faktorwirkungen zu geben, die das gleichbleibende Verteilungsmuster der Individuen erzeugen. Ein entsprechendes Modell errechnete etwa Verteilungen, wie sie tatsächlich vorkommen. Soziale Zusammenschlüsse dieser Tiere scheinen weitgehend umweltabhängig.

Die Trennung von Mutter und Kind und die dann zufälligen Zusammenschlüsse könnten sich ergeben, wenn jede Kuh zu ihrem Vorteil ihre momentanen Bedürfnisse denen ihrer momentanen Nachbarindividuen angleicht. Fehlende Gruppentreue kann die Nutzung weiträumiger Gebiete begünstigen; das scheint vorteilhaft für eine Art, die auf den wechselhaften Great Plains lebte.

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