Deception Divergence and Sexual Selection

Authors


Department of Zoology, University of Tennessee, Knoxville, TN 37996, USA

Departments of Psychology and Zoology, University of Tennessee, Knoxville, TN 37996, USA.

Abstract

Abstract and Summary

In diverse taxa members of one sex mimic members of the other. Some authors also hypothesize that younger or less fit individuals mimic older or fitter individuals of the same sex. The implications of sexual and age class mimicry for sexual selection theory have been underappreciated. Where deception involving the sex or age class of conspecific signallers arises, selection will act against (1) signal receivers who fail to distinguish between “honest” and “deceptive” signallers and (2) “honest” signallers who fail to become noticeably different from “deceptive” signallers. We refer to the tendency of “honest” signallers to become noticeably different from “deceptive” signallers as deception divergence. Deception divergence may be the mechanism whereby conspicuous epigamic features evolve to extravagance in the runaway process hypothesized by Fisher (1958).

Zusammenfassung

Für zahlreiche Tierarten wird vermutet, daß Individuen eines Geschlechtes solche des anderen nachahmen, sowie daß schwächere Individuen ältere oder stärkere Artgenossen desselben Geschlechtes imitieren. Die Folgen derartiger heterosexueller oder altersbezogener Mimikry für die Theorie sexueller Selektion sind bislang unterschätzt worden. Wann immer Geschlecht oder Altersklasse eine wesentliche Rolle bei der Signalfälschung spielen, wird sowohl der Signalempfänger benachteiligt, der nicht imstande ist, zwischen „ehrlichen” und ”betrügerischen„ Sendern zu unterscheiden, wie auch der „ehrliche” Sender, der sich nicht deutlich genug von „betrügerischen” abheben kann. Die Tendenz „betrügerischer” Sender, sich „ehrlichen” Sendern anzugleichen, wie auch die Tendenz „ehrlicher” Sender, sich von „betrügerischen” Sendern deutlich wahrnehmbar zu unterscheiden, wird im folgenden als „Täuschungsdivergenz” bezeichnet. Eine Täuschungsdivergenz-Hypothese, angewandt auf Konflikte zwischen gleichgeschlechtigen Artgenossen, könnte einen Mechanismus liefern, demzufolge gut sichtbare epigame Merkmale in einem unaufhaltsam fortlaufenden Prozeß bis zur Extravaganz entwickelt werden, wie Fisher (1958) ihn beschrieben hat.

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