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Abstract and Summary

The fieldvole (Microtus arvalis) undergoes population density fluctuations associated with mass deaths at high densities. The causes of these mass deaths have not yet been fully explained although hypoglycaemic shock can account for a proportion of them. The study investigates another social stress induced disease, uraemia, and its relationship with social status, sex and behaviour in this species. Behavioural parameters together with blood sugar and blood nitrogen levels were measured in 8 captive groups of 8 animals each over an 8-day period and the dominance status and sex of animals that died were recorded. In ♀♀ there was a strong negative correlation between attacks received, the frequency of fleeing and blood sugar levels. In ♂♂, attacks received and flight were correlated with elevated blood nitrogen and decreased weight despite increased feeding. Females died showing symptoms typical of hypoglycaemic shock while, in ♂♂, the symptoms were typical for uraemia. The differential causes of death are probably related to the sex-based differences found in social behaviour and social structure.

Zusammenfassung

Die Todesursachen von Feldmäusen unter hoher Populationsdichte sind noch nicht völlig erklärt. Bei einigen kann hypoglykämischer Schock die Todesursache sein, aber nicht bei alien. Hier wird untersucht, ob auch Urämie, eine andere durch sozialen Streß ausgelöste Krankheit, eine Rolle spielen könnte.

An Gruppen von 8 Feldmäusen, je 3 ♂♂ und 5 ♀♀, in einem großen Käfig unter halbnatürlichen Bedingungen gehalten, wurde das Verhalten beobachtet und Gewicht, Blutzucker und Blutharnstoffgehalt über 8 Tage hinweg gemessen. Die Gruppen stabilisierten sich innerhalb von 24 h; das größte ♂ und alle ♀♀ taten sich zusammen und schlossen die beiden kleineren ♂ ♂ aus. Mehr als 50% der kleinen ♂ ♂ starben, ebenso 25% der kleinen ♀♀. Die ♀♀ starben innerhalb von 4 Tagen, die ♂ ♂ zwischen dem 4. und 8. Tag. Erduldete Angriffe und Flucht korrelierten hoch negativ mit dem Blutzuckerspiegel der ♀♀. Bei den ♂ ♂ korrelierten erduldete Angriffe und Flucht mit einem erhöhten Harnstoff- und Zuckergehalt des Blutes und mit — trotz erhöhtem Fressen —abnehmendem Gewicht.

Die ♀♀ starben mit Symptomen, die typisch sind für einen hypoglykämi-schen Schock; die ♂ ♂ zeigten typische Symptome einer Urämie. Beobachtungen des Sozialverhaltens zeigten, daß kleine ♀♀ während der ersten 4 Tage kurz-zeitigem Streß durch häufige Attacken der großen ♀♀ ausgesetzt waren und dann von den Gruppen aufgenommen wurden. Untergeordnete ♂ ♂ wurden in gleichbleibend hohem Maße von dem dominierenden ♂ angegriffen und niemals in die Gruppe aufgenommen — ein Langzeitstreß-Syndrom. Die unter-schiedlichen Todesursachen der kleinen ♂ ♂ und ♀♀ sind wahrscheinlich auf geschlechtsspezifische Unterschiede im Sozialverhalten und in der Sozialstruktur zurückzuführen.