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Abstract and Summary

1. Influences of sounds, short-term motivation and arousal (alertness) on sound-induced pup-retrieving behavior of female house mice were studied in choice tests.

2. The females respond significantly faster to key-stimuli (preferred ultrasonic call models) compared with non-preferred ultrasounds, given the choice between these two alternatives. In addition, response latency depends on the pre-response behavior, being shortest when the females are orienting and longest when they are nursing their pups (intermediate latencies after “active” broodcare, self-directed behavior, and warming the pups).

3. Key-stimuli are significantly more often chosen after broodcaring activities than after other behaviors.

4. Retrieval time is generally longer after broodcaring behavior than after other activities. Retrieval time is not influenced by the presence or absence of sound during retrieval.

5. Duration of control runs is longer when sound (key-stimuli or non-preferred ultrasound) is present compared with a no-sound situation.

6. The behavior after the control runs (at the end of the tests) depends on pre-response behavior.

7. The results are summarized and interpreted in a flow-diagram which semi-quantitatively describes the release and course of the behavioral sequence of pup searching and retrieving behavior in house mice.

Zusammenfassung

  • 1
    Wir haben Einflüsse von Schallsignalen und Motivations- und Erregungs- (Aufmerksamkeits-)zuständen auf schallinduziertes Jungeeintrageverhalten von Mäuseweibchen in Wahltests untersucht.
  • 2
    Die Weibchen reagierten signifikant schneller auf Schlüsselreize (bevorzugte Ultraschall-Lautmodelle) als auf nicht bevorzugten Ultraschall, wenn sie die Wahl zwischen diesen Alternativen hatten. Die Reaktionslatenz auf Ultraschall hängt weiterhin von dem Verhalten vor den Tests ab und ist am kürzesten, wenn die Weibchen sich orientieren, und am längsten, wenn sie die Jungen säugen (dazwischenliegende Latenzen treten bei “aktiver” Brutpflege, Eigenverhalten und Wärmen der Jungen auf).
  • 3
    Nach einer Brutpflegeaktivität wählen die Weibchen signifikant häufiger Schlüsselreize als nach anderen Verhaltensweisen.
  • 4
    Die Eintragezeit ist nach Brutpflegeverhalten im allgemeinen länger als nach anderen Aktivitäten. Sie bleibt von Schallsignalen während des Eintragens unbeeinflußt.
  • 5
    Die Präsenz von Schallsignalen (Schlüsselreize oder nicht bevorzugter Schall) verlängert die Kontrollgänge im Vergleich zur Situation ohne Schall.
  • 6
    Das nach den Kontrollgängen gezeigte Verhalten hängt vom Verhalten vor dem Eintragen ab.
  • 7
    Die Ergebnisse werden in einem Flußdiagramm zusammengefaßt und interpretiert, das halb-quantitativ die Auslösung und den Verlauf der Verhaltenssequenz Jungesuch- und Eintrageverhalten von Hausmäusen beschreibt.