Effects of Rank-order Fights on Whole-body and Blood Concentrations of Androgens and Corticosteroids in the Male Swordtail (Xiphophorus helleri)

Authors


Zoologisches Institut und Zoologisches Museum der Universität, Martin-Luther-King-Platz 3, D-2000 Hamburg 13.

Abstract

Abstract and Summary

In each experiment two male swordtails (Xiphophorus helleri) of similar size, unfamiliar to each other, were confronted with one another. After decision of the resulting rank-order fight the opponents remained together in the same aquarium for a total test period of up to 14 days. The time courses of androgen and glucocorticoid changes in whole body and blood samples were studied and the hormonal concentrations were compared with those of control fish having had no opponents or which had fought 20 min at most. On the whole the time courses of hormonal changes in the blood and whole body were rather similar.

The adrenal corticoids increased dramatically even while fighting continued. After a decision was reached this hormonal reaction was much more pronounced in fight losers than in fight winners. Eventually corticoid values fell, but were still higher than before in both winners and losers. This long-term effect was patent 72 h after decision and remained stable until 14 days after the fight.

Shortly after decision of the fight androgen levels decreased in losers, less markedly in winners. After some oscillation, subordinate loser values returned to control level at the latest 7 days after decision, whereas winner values rose above controls only 1 h after the fight and remained there until the end of the experiment.

The question is discussed whether the described hormonal changes may affect the aggressive and/or sexual behaviour of the individuals.

Zusammenfassung

In den Experimenten wurden zwei etwa gleich große, einander unbe-kannte Schwertträger-Männchen (Xiphophorus helleri) miteinander konfrontiert; nach der Entscheidung des sich daraus ergebenden Rangordnungskampfes blieben die Gegner bis zu 14 Tage lang im gleichen Aquarium zusammen. Der zeitliche Verlauf der Konzentrationsveränderungen der Androgene und Glucocorticoide wurde in Gesamtkörperextrakten und im Blut radioimmunologisch bestimmt; die ermittelten Werte wurden mit den Hormonkonzentrationen von Kontrolltieren verglichen, die entweder nicht oder erst 20 min lang gekämpft hatten. Insgesamt war der zeitliche Verlauf der hormonellen Veränderungen im Blut und in den Gesamtkörperextrakten ähnlich.

Die Corticoidkonzentrationen nahmen bereits während des Kampfes zu; nach der Kampfentscheidung war die Erhöhung der Corticoidwerte bei den Verlierern sehr viel deutlicher als bei den Gewinnern. Im weiteren Verlauf des Experiments gingen die Corticoidwerte zurück, blieben aber bei Verlierern und Gewinnern noch immer höher als vorher. Dieser Langzeiteffekt war 72 h nach der Entscheidung klar erkennbar und blieb bis 14 Tage nach dem Kampf stabil.

Die Androgene nahmen kurz nach der Kampfentscheidung bei den Verlierern und weniger ausgeprägt auch bei den Gewinnern ab. Im weiteren Verlauf des Experimentes erreichten die Androgenwerte der Verlierer nach einigen Schwankungen spätestens 7 Tage nach dem Kampf wieder das Kontrollniveau, während sie bei den Gewinnern bereits 1 h nach der Kampfentscheidung ein höheres Niveau erreichten und bis zum Ende des Experimentes annähernd stabil blieben.

Es wird diskutiert, ob die beschriebenen hormonellen Veränderungen Konsequenzen für das aggressive und/oder sexuelle Verhalten der Tiere haben.

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