Ants as Prey of Juvenile Anolis lineatopus (Rept., Iguanidae) in Prey Choice Experiments

Authors


Arbeitsgruppe für Verhaltensforschung, Abteilung für Biologie, Ruhr-Universität Bochum, Postfach 102148, D-4630 Bochum.

Abstract

Abstract and Summary

In prey choice experiments, hatchlings of Anolis lineatopus attacked ants less readily and spat them out more frequently than other arthropods. With rising ant body size (from 2 to 4 mm), the rate of hatchlings attacking the ants decreased rapidly (from 55 to 21 %), while the rate of spitting them out rose (from 0 to 52 %). Stinging ant species were attacked by hatchlings as often as similar sized stingless ones but were spat out more often. Older but still ant-naive juveniles attacked ants progressively. The stinging Solenopsis geminata and the stingless Pheidole fallax are two ant species living syntopically with A. lineatopus. When the stinging species was offered exclusively, juveniles only very occasionally attacked it whereas they took considerable numbers of P. fallax when offered alone. A mixed offering of both species induced no consistent rejection of the stinging ant nor consistent acceptance of the stingless one. Experience with S. geminata restrained further attack on both ant species whereas experience with P. fallax encouraged it.

The results suggest that the attack on ants bears certain risks for a foraging anole that vary with ant weaponry. Hatchlings cannot distinguish between harmful and harmless species. This could explain their general reluctance to take ants. Up to a certain degree, older juveniles still mix up stinging and stingless ants and feed on them according to their prior experience.

Zusammenfassung

In Beutewahlversuchen griffen Schlüpflinge von Anolis lineatopus Ameisen seltener an und spuckten sie häufiger aus als andere Arthropoden. Mit zunehmender Ameisengröße (von 2 auf 4 mm) nahm derAnteil der angreifenden Schlüpflinge rasch ab (von 55 auf 21 %), derjenige der ausspuckenden aber zu (von 0 auf 52 %). Stechende Ameisen wurden von Schlüpflingen zwar mit gleicher Häufigkeit angegriffen wie stachellose, aber häufiger ausgespuckt. Ältere, doch noch Ameisen-naive Jungtiere griffen Ameisen zunehmend an.

Die stechende Solenopsis geminata und die stachellose Pheidole fallax sind zwei mit A. lineatopus syntop vorkommende Ameisenarten. Erhielten die Jungtiere nur die stechende Art, griffen sie diese nur selten an, fraßen aber beträchtliche Mengen der stachellosen, wenn diese allein geboten wurde. Eine gemischte Darbietung der beiden Ameisenarten führte weder zu einer beständigen Ablehnung von S. geminata noch zu einer beständigen Annahme von Pheidole fallax. Erfahrungen mit S. geminata hemmten weitere Angriffe auf beide Arten, während Erfahrungen mit P. fallax die Angriffe förderten.

Nach diesen Befunden ist der Angriff auf Ameisen, entsprechend deren Abwehreinrichtungen, für die räuberischen Anolis mit einem Risiko verbunden. Die Schlüpflinge vermögen nicht zwischen gefährlichen und ungefährlichen Ameisen zu unterscheiden. Dies könnte ihre generelle Abneigung, Ameisen anzugreifen, erklären. Ältere Jungtiere verwechseln in gewissem Maße immer noch stechende und stachellose Ameisen und greifen sie je nach früherer Erfahrung an.

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