The Form of Combative Strategy in Interactions among Wolf Pups (Canis lupus)

Authors


Applied Data Research, Route 206 and Orchard Road, CN–8 Princeton, New Jersey 085 40, U.S.A.

Department of Psychology, Dalhousie University, Halifax, Nova Scotia, Canada, B3H4J1.

Abstract

Abstract and Summary

This study concerns the form of combative interactions between wolf pups and how this form relates to strategy. Filmed records were analysed for dyadic interactions among three pups between the ages of two weeks and five months. By isolating and recombining the variables of body pitch, snout contact placement, and mutual orientation, combative strategies leading to unbalancing (falling) of one partner were evaluated. It was found that consistent dyadic configurations, bite locations and patterns of leg sweeps could be related to three distinct styles of falling (side, back and forward falls). Forward falls developed last, and represent a controlled strategy of active defense. “Top” and “bottom” pups can switch roles but show position–dependent regularities in behavior. These biomechanically defined regularities clarify some problems associated with the constructs of play and dominance–submission.

Zusammenfassung

Untersucht wurden die aggressiven Handlungen von jungen Wölfen und ihre Kampfstrategie. Die Analyse basiert auf Filmaufnahmen von 2 Wochen bis 5 Monate alten Wolfsjungen. Näher analysiert wurden Interaktionen von Zweiergruppen (dyadic interactions), sofern hierbei eines der Jungen zu Fall gekommen war. Registriert wurden drei Variable: 1. der Vertikalanteil der Körperposition jedes Jungen (body level), 2. die Position der Schnauze auf dem Körper des Gegenübers (snout contact), 3. der Horizontalanteil der Körperposition jedes Jungen in bezug auf seinen Partner (mutual orientation). Aus 62 Interaktionen wird jeweils beschrieben: 1. die Position der Beteiligten vor dem Fall, 2. auf welche Weise eines der beiden Jungen aus dem Gleichgewicht kam, 3. die Reaktion des aus dem Gleichgewicht gekommenen Jungen.

Nach der Bildung einer T–ähnlichen Stellung blieb in 90% aller Fälle dasjenige Junge stehen (top pup), das die Basis des T bildete, während das andere Junge zu Boden fiel (bottom pup). Das „top pup” und das „bottom pup” zeigten zudem unterschiedliches Beißverhalten. Mit Hilfe dieser Verhaltensweisen wurden Angriff und Verteidigung definiert. Es gibt drei verschiedene Formen des Fallens, je nachdem, welche(r) Körperteil(e) zuerst den Boden berührt. Nach der Mechanik des Vorganges zu urteilen ist das Fallen, das mit dem Körpervorderteil beginnt, die am weitesten entwickelte schützende Falltechnik. Sie trat als letzte während der Entwicklung auf.

Es wurde der Versuch gemacht, biomechanische Grundlagen des beobachteten Verhaltens zu beschreiben, weil wir glauben, daß für jede Kampfsituation zunächst die mechanischen Anforderungen untersucht werden sollten, bevor z. B. soziale Zwänge als Grund für ein bestimmtes Verhalten postuliert werden.

Es werden keinerlei Annahmen über „Ernst” oder „Vergnugen” bei diesem Verhalten gemacht, doch sind die Ergebnisse von Bedeutung für Untersuchungen von Kampf und Spiel. Die Ergebnisse werden in bezug auf die Hypothese diskutiert, daß Spiel sich als Übung für adulte Aggression entwickelte.

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