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Abstract and Summary

Behavior of the huemul, Hippocamelus bisulcus, was studied during the fall rut in 1980, 1982, and 1983 at the Rio Claro, Chile. Data were acquired on group size and composition and on social relationships among tour bucks and three does, identified by natural markings. A range of behaviors involving interactions between animals of different sex and age groups were described and quantified. Huemul bucks, in tending individual does over extended periods of time, seldom courted more than one female. Estrus dates for one doc were determined in 1982 and 1983.

Zusammenfassung

Das Verhalten des Huemul (Hippocamelus bisulcus) in der Paarungszeit wurde 1980, 1982 und 1983 am Rio Claro, Chile, untersucht. Direkt beobachtet wurde über 400 h lang in einem 275 ha größen Gebiet, das von 9 Tieren bewohnt war.

71% der Gruppen bestanden aus Paaren mit jungen oder rangtiefen zusätzlichen Männchen; die Gruppen zählten 1–5 Tiere.

Männchen warben um Weibchen von Mitte Februar bis Mitte April, schwächer bis zur ersten Juniwoche. Männchen schnuppern heftig an den Weibchen, berühren und begatten sie, folgen ihnen, flehmen, treiben usw. Weibchen weichen zunächst im Zickzack aus, laufen hinter Hindernisse oder unter diesen durch. Männchen versuchen selten, ein Weibchen von der Annäherung an ein anderes Männchen abzuhalten.

Balzverhalten vor demselben Weibchen erreicht alle 10–12 Tage einen Höhepunkt, wohl im Zusammenhang mit der Follikelreifung. 22–16 Tage vor der Begattung warb ein dominantes Männchen ausschließlich um dieses Weibchen, später kamen andere Männchen dazu. Rivalen werden angegriffen und vertrieben; Drohungen oder Imponierstellungen sind wenig ausgeprägt, Ritualkämpfe selten. Männchen setzen Duftmarken, indem sie Gesicht und Kopf an Vegetation reiben.

Männchen und Weibchen bleiben lange beieinander, zur Kopula kommen vornehmlich die dominanten Männchen, „heimliche” Begattungen von rangtiefen Männchen kommen vor. Die Männchen scheinen polygyn zu sein, doch gibt es umständehalber — besonders wegen geringer Populationsdichte — monogame Paare.