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Abstract and Summary

Enclosure experiments were used to examine the habitat selection process exhibited by the desert spider, Agelenopsis aperta (Gertsch). Habitat structure was controlled while spider responses to temperature and prey availability were assessed. Individual spiders were tested both in trials where only one parameter was varied (single goal) and in trials where both parameters were varied (multiple goal). Naive individuals (lab reared) representing two populations that exist under different thermal regimes were tested as well as crossbred individuals (one parent from each population).

Individuals from different populations performed similarly in the experiments. Agelenopsis chose sites affording prey and a narrow “preferred” temperature range in the respective single goal experiments, while it failed to select sites affording both prey and preferred temperatures in the multiple goal experiments. Here individual spiders went either to sites affording preferred temperatures only or to those providing prey but less favorable temperatures. Several alternative explanations for these findings are considered. Shade may cue selection of favorable temperatures by Agelenopsis while both olfactory and vibratory cues apparently are used in locating prey.

Zusammenfassung

Gefangenschaftsexperimente an der Wüstenspinne Agelenopsis aperta (Gertsch) dienten der Untersuchung der Habitatwahl. Die Habitatstruktur war in diesen Experimenten kontrolliert, die Reaktionen der Spinnen auf die Parameter Temperatur und Verfügbarkeit der Beute wurden gemessen. Getestet wurden einzelne Spinnen sowohl unter Bedingungen mit nur einem variierten Parameter (Einzelziel), als auch unter Variation beider Parameter (Mehrfachziel). Versuchstiere waren unerfahrene Individuen (Laboraufzucht) aus zwei hinsichtlich der thermischen Umweltbedingungen unterschiedlichen Populationen. Bastarde aus je einem Elter aus jeder Population wurden ebenfalls untersucht.

Alle Klassen von Individuen verhielten sich in den Experimenten ähnlich. Agelenopsis wählte in den jeweiligen Einzelziel-Experimenten jene Standorte aus, die Beute gewährten, bzw. deren Temperatur in einem engen “Bevorzugungsrahmen” lag. Andererseits gelang es der Spinne in den Mehrfachziel-Experimenten nicht, Standorte auszuwählen, die sowohl in bezug auf die Beute als auch in ihren thermischen Eigenschaften von hervorragender Qualität waren. Hier bevorzugten die einzelnen Tiere Plätze, die entweder nur nach der Temperatur oder nach der Beute eine besondere Eignung aufwiesen. Verschiedene alternative Erklärungen für diese Befunde werden in Betracht gezogen. Es scheint, daß Agelenopsis sich bei der Auswahl günstiger Temperaturen an Schattenplätzen orientiert, während sowohl olfaktorische als auch vibratorische Reize beim Orten von Beute eine Rolle spielen.