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Abstract and Summary

Laboratory studies of nestmate recognition (114 h of blind, behavioral observations) were conducted on gynes (potential queens) of the bald-faced hornet, Dolichovespula maculata. Gynes isolated from their natal nest and nestmates, gynes exposed only to their nestmate gynes, and gynes exposed to both their natal nest and nestmates, later were more tolerant of their nestmates than they were of unrelated gynes. Thus, gynes of D. maculate have the ability to recognize their nestmate gynes apart from the context of the natal nest utilizing individually borne recognition cues.

The isolation of a D. maculate gyne from its natal nest at emergence affects its development of recognition ability but, unlike Polistes, does not prevent it from later recognizing nestmates. This apparent difference in the ontogeny of nestmate recognition ability between the primitively eusocial Polistinae and the highly eusocial Vespinae may be at least partly attributable to behavioral differences between emerging gynes of the two subfamilies.

Zusammenfassung

Laborstudien zum Sippenerkennen (114 h ohne Kenntnis der Verwandtschaft) wurden an Weibchen der Wespe Dolichovespula maculata durchgeführt. Es gab drei Gruppen von Weibchen: 1. solche, die vom Geburtsnest und seinen Bewohnern abgesondert wurden (Isolierte); 2. solche, die nur mit ihren Nest-bewohnern Kontakt hatten (Nestkollegen); 3. solche, die mit ihrem Geburtsnest und den Nestbewohnern Kontakt hatten (Kontrollgruppe). Alle waren den Nestkollegen gegenüber toleranter als gegenüber unverwandten Weibchen. Weibchen von D. maculata können also ihre Nestkollegen auch außerhalb des Nestes erkennen, sie tragen Erkennungszeichen mit sich.

Isolierung eines Weibchens vom Heimatnest nach dem Schlüpfen beeinträchtigt zwar die Entwicklung der Erkennungsfähigkeit, verhindert aber — im Gegensatz zu Polistes-Wespen- nicht das spätere Erkennen von Nest-geschwistern. Dieser Unterschied in der Ontogenese des Sippenerkennens zwischen den primitiven Polistinae und den hochentwickelten eusozialen Vespinae mag zum Teil auf Verhaltensunterschiede zwischen den jungen Weibchen der zwei Subfamilien zurückgehen.