Über Parthenogenese bei forstschädlichen Otior-rhynchusarten in den während der Eiszeit vergletscherten Gebieten der Ostalpen

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Zusammenfassung

  • 1Parthenogenese ist bei verschiedenen Arten der Gattung Otiorrhynchus seit langem bekannt.
  • 1Innerhalb des Bereiches der Ostalpen gibt es Otiorrhynchus-Arten, die parthenogenetische und zweigeschlechtliche Formenkreise aufweisen.
  • 1Die parthenogenetische und die zweigeschlechtliche Form dieser Otiorrhynchus-Arten treten in bestimmten, abgegrenzten Geibieten der Alpen auf, und zwar trifft man die zweigeschlechtliche Form im zur Eiszeit gletscherfreien Teil der Alpen, Vorwiegend in den “massifs de refuge” an, während die dparthenogenetische Form das alpine Gletschergebiet der Eiszeit besiedelt.
  • 1Im Maassenvermehrungsgebiet des Ot. chrysocomus war das Zahlen verhältnis der Männchen zu de Weibchen eins zu eins. Im ehemals vergletscherten Gebiet fehlten die Männchen dieser Art durchwegs und auch in den “massifs de refuge” standen sie zahlenmäßig weit hinter den Weibchen zurück.
  • 1Aus all dem wird geschlossen, daß die Weibchen dieser Otiorrhynchus-Arten eine größere ökologische Valenz besitzen als die Männchen. Männchen treten erst unter für die Art günstigen Umweltverhältnissen auf.
  • 1Von Forstschädlingen gehören in diese Gruppe: Otiorrhynchus chrysocomus Germ., Otiorrhynchus saber L. und Otiorrhynchus salicis Ström.

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