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Abstract

The effect of bio-dynamic and conventional (= intense) agriculture management on the structure of the spider fauna in cereal fields and on the activity densities of dominant Erigoninae and Lycosidae species was compared in a 4-years-study in the Niederrheinische Bucht, F. R. G. The percentage of the two species most commonly sampled (Oedothorax apicatus and Erigone atra, both Erigoninae) was 66% on bio-dynamic and 81% on conventional fields. Their activity densities on conventional fields were usually higher than on the corresponding bio-dynamic fields. In contrast, all other spiders were more common on bio-dynamic fields. 11% of the spiders sampled on biodynamic fields were Lycosidae; on conventional fields, species of this family became almost extinct (2%). The dominant Lycosidae was Pardosa amentata. Most species of Lycosidae were largely restricted to the field-edges, only Pardosa prativaga invaded the field-centers in higher numbers. It is concluded that the occurence of Lycosidae in arable land depends on agricultural management as well as on the presence of nearby undisturbed areas.

From the results it might be concluded that the potential prey impact of spiders on Aphidina and Collembola is not reduced on conventional fields compared with bio-dynamic fields, but the prey impact on somewhat larger insects must be extremely low. For conservating a diverse spider fauna on arable land, it is necessary to reduce the application of pesticides and to support the colonisation of spiders into cereal fields. To it the size of the fields should be rather low and the fields intermixed with undisturbed areas.

Zusammenfassung

Zur Wirkung von biodynamischer und konventioneller Landwirtschaft auf Spinnen (Erigoninae und Lycosidae)

Die Wirkung biologisch-dynamischer und konventioneller Feldbewirtschaftung auf die Struktur der Spinnenfauna und die Aktivitätsdichte (Barberfallenfänge) dominanter Erigoninae- und Lycosidae-Arten wurde in einem vierjährigen Vergleich untersucht. Der relative Anteil der beiden häufigsten Arten Oedothorax apicatus und Erigone atra betrug 66% auf biologisch-dynamisch, 81% auf konventionell bewirtschafteten Feldern. Ihre Aktivitätsdichte auf konventionell bewirtschafteten Feldern war meist höher als auf den entsprechenden biologisch-dynamisch bewirtschafteten, seltener war es umgekehrt oder es bestanden keine Unterschiede. Die übrigen Spinnen waren dagegen auf biologisch-dynamischen Feldern häufiger. Der relative Anteil der Lycosidae betrug 11% auf biologisch-dynamischen, aber nur 2% auf konventionellen Feldern. Häufigste Art war Pardosa amentata. Darüber hinaus war die Aktivitätsdichte aller Lycosidae-Arten am Rand der Felder deutlich höher als im Zentrum, wo nur noch Pardosa prativaga in nennenswerter Dichte auftrat. Das Vorkommen von Lycosidae auf Feldern wird sowohl durch die Bewirtschaftung als auch durch Saumstrukturen beeinflußt.

Die Ergebnisse gestatten den Schluß, daß der Prädationsdruck der Spinnen auf Aphidina und Collembola auf konventionellen Feldern eher etwas höher ist als auf biologisch-dynamisch bewirtschafteten, da die beiden dominanten Erigoninae-Arten auf konventionellen Feldern im Mittel häufiger auftraten. Der Prädationsdruck auf etwas größere Insekten ist auf konventionellen Feldern aber extrem gering, da mittelgroße Spinnen (z. B. Lycosidae) auf diesen Feldern stark zurückgedrängt worden sind. Um eine vielfältige Spinnenfauna auf den Getreidefeldern zu erhalten und ihr Potential als Antagonisten von Schadinsekten voll zu nutzen, ist es erforderlich, den Pestizideinsatz auf ein Mindestmaß zu reduzieren und die Migration von Spinnen in die Felder zu erleichtern. Hierzu sollten die Schlaggröße möglichst gering gehalten werden und in ausreichendem Maße breite Saumstrukturen und Ausgleichsflächen geschaffen werden.