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Abstract

Grasshopper densities were estimated in natural and agricultural grasslands on sandy soils. As compared to other arthropod groups grasshoppers react strongly to increasing fertilization level, first by decreasing species number, next by decreasing density. This makes the combination of grasshopper species number and density to a sensitive tool for the monitoring of nitrogen load in grasslands. Effects of management type were insignificant. High percentages of grasshopper variation explained by maximum temperature, vegetation biomass, light extinction and intensity of the management suggest that these factors affect grasshoppers more than the fertilizer load does. This is supported by several field observations from literature. It is hypothesized that the distributions of grasshopper species with relatively slow development rates are shrinking by the effects of enhanced eutrophication on grasshopper environment, viz. increasing height and structural density of the vegetation, and consequently decreasing maximum temperature near the soil surface; slowly developing species may not be able to complete their annual cycle in such a cool environment. The positions of species on gradients are interpreted and discussed.

Zusammenfassung

Analyse des Artenbestandes und der Abundanz der Feldheuschrecken (Orth., Acrididae) auf natürlichen und gedüngten Grasflächen

Es wurde die Dichte von Feldheuschrecken auf natürlichen und landwirtschaftlichen Grasflächen mit Sandböden ermittelt. Im Vergleich zu anderen Arthropoden reagieren die Heuschrecken stark auf zunehmende Düngergaben, zuerst mit abnehmender Artenzahl, dann auch mit Verringerung der Dichte. Dadurch eignet sich die Kombination von Artenzahl und Abundanz als Anzeiger für die Stickstoffbelastung von Grasflächen. Die Auswirkungen von Wirtschaftsmaßnahmen waren nicht signifikant. Starke Variationen in Bestand und Abundanz der Heuschrecken erklären sich aus den Schwankungen der Maximumtemperatur, Vegetationsbiomasse, Lichtverminderung durch die Vegetationsschicht sowie der Intensität der landwirtschaftlichen Maßnahmen. Diese Faktoren beeinflussen die Heuschrecken stärker als die Düngergaben selbst, was übereinstimmt mit mehreren Freilandergebnissen aus der Literatur. Es ist anzunehmen, daß die Verbreitung von sich langsam entwickelnden Heuschreckenarten infolge des Einflusses der Dichte und Höhe der Vegetation und der dadurch bedingten Abnahme der bodennahen Temperatur gehemmt wird. In solchen kühlen Biotopen werden sich langsam entwickelnde Arten ihren Jahreszyklus nicht fertigstellen können. Die Reaktionen der Arten auf die verschiedenen Gradienten werden interpretiert und diskutiert.