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Metaves, Mirandornithes, Strisores and other novelties – a critical review of the higher-level phylogeny of neornithine birds

Metaves, Mirandornithes, Strisores und andere Neuheiten – ein kritischer Überblick über die Phylogenie neornithiner Vögel

Authors


Corresponding author: Gerald Mayr (e-mail: Gerald.Mayr@senckenberg.de)

Abstract

Recent hypotheses on the higher-level phylogeny of modern birds are reviewed, and areas of agreement and major conflict are detailed, with emphasis being put on congruence among independent molecular and morphological data sets. Although molecular data significantly contributed to a better understanding of avian phylogeny, they do not seem to be free of homoplasy and caution is warranted in the interpretation of some results. The recently proposed ‘Metaves’ clade is likely to be an artefact of the β-fibrinogen gene, and current molecular data do not yield well-supported phylogenies for some groups whose interrelationships can be resolved with morphological evidence. There exists, however, congruent and strong molecular evidence for several novel clades that were not recognized by morphologists before, and to ease future discussions the terms Picocoraciae (non-leptosomid ‘Coraciiformes’ and Piciformes) and Aequornithes (‘waterbird assemblage’) are introduced. Molecular studies further congruently recover some clades, which have not yet been adequately appreciated and are outlined in the present review.

Zusammenfassung

Es wird ein Überblick über neuere Hypothesen zur Großgruppensystematik der modernen Vögel gegeben. Dargelegt werden Bereiche in denen Übereinstimmung herrscht und solche mit größeren Kontroversen, wobei der Schwerpunkt auf Übereinstimmung zwischen unabhängigen molekularen und morphologischen Daten liegt. Obgleich molekulare Daten erheblich zu einem besseren Verständnis der Vogelsystematik beitrugen, scheinen sie nicht frei von Homoplasie zu sein, und bei der Deutung einiger Resultate ist Vorsicht angebracht. So ist etwa das vor kurzem vorgeschlagene Taxon „Metaves” wahrscheinlich ein Artefakt des β-fibrinogen-Gens, und gegenwärtige molekulare Daten liefern keine gut gestützten Phylogenien für einige Gruppen, deren Verwandtschaftsbeziehungen mit morphologischen Daten aufgelöst werden können. Es existiert jedoch ein übereinstimmender und überzeugender molekularer Hinweis auf einige Monophyla, welche von Morphologen bisher nicht erkannt wurden, und um zukünftige Diskussionen zu erleichtern werden die Termini Picocoraciae („Coraciformes” ohne Leptosomidae und Piciformes) und Aequornithes („Wasservogel-Gruppe”) eingeführt. Molekulare Studien stützen zudem übereinstimmend einige bisher noch nicht ausreichend gewürdigte Monophyla, welche im vorliegenden Review-Artikel umrissen werden.

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