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Species distributions: virtual or real – the case of Arbaciella elegans (Echinoidea: Arbaciidae)

Verbreitungsgebiete: real oder Artefakt –Arbaciella elegans ein Beispiel aus der Gruppe der Echinoidea (Arbaciidae)

Authors


Corresponding author: Andreas Kroh (andreas.kroh@nhm-wien.ac.at)
Contributing authors: Patrícia Madeira (tamissaster@gmail.com), Elisabeth Haring (elisabeth.haring@nhm-wien.ac.at)

Abstract

The distribution of species is expressed by their occurrence in local faunal lists often compiled by non-taxonomists. In the case of rare or cryptic species, this can pose a severe limitation on the validity and thus the application of the resulting biodiversity data. Here, we show an example of a shallow-water echinoid to illustrate problematic distribution data based on misidentification. This species, Arbaciella elegans, was established on the basis of Central African material and later reported from various places in the Mediterranean and the Northern Atlantic. Morphological comparison with the type material casts considerable doubt on the validity of these records. Genetical characterization of material from the Azores clearly shows that the dark Arbaciella phenotype reported to the Mediterranean and north-east Atlantic in fact represents juveniles of another species, namely Arbacia lixula.

Zusammenfassung

Die Verbreitung von Arten drückt sich durch ihr Auftreten in Faunenlisten aus. Da diese jedoch oftmals nicht von Taxonomen erstellt werden, kann es im Fall kryptischer oder seltener Arten dabei jedoch leicht zu Fehlbestimmungen kommen. Diese beeinträchtigen die weitere Analysen von Biodiversitätsdaten und führen zu falschen Ergebnissen. In der vorliegenden Studie werden solche fehlerhaften Verbreitungsdaten am Beispiel einer kleinen, wenig bekannten Seeigelart vorgestellt. Diese Art, Arbaciella elegans, wurde ursprünglich aufgrund von Material aus dem westlichen Zentral-Afrika aufgestellt. Später wurde A. elegans auch aus dem Mittelmeer und dem Nordatlantik nachgewiesen. Ein morphologischer Vergleich dieser Nachweise mit dem Typusmaterial aus Zentral-Afrika zeigt allerdings deutliche Unterschiede und stellt diese Nachweise in Frage. Die genetische Charakterisierung von Material von den Azoren zeigt eindeutig, dass der dunkle, mediterrane und nord-atlantische Phänotyp von A. elegans in den Clade von Arbacia lixula fällt. Der Nachweis von A. elegans im Mittelmeerraum und Nord-Atlantik beruht offenbar auf einer Verwechslung mit juvenilen Exemplaren von Arbacia lixula einem der häufigsten Flachwasserseeigel in diesen Gebieten.

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