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ABSTRACT

Emine Sevgi Özdamar's work reveals and challenges two dominant images of the immigrant woman in circulation in Germany. When she superimposes the images of the headscarf and the cleaning woman, she reveals the often hidden intersections of representations of the veiled immigrant woman and her role in the German service industry. As ‘the Other’ within Germany, the Muslim woman's veiled body constructs emancipated, democratic Germanness while effectively obscuring the role immigrant women's labour has played in Germany's globalised economy. This production of Germanness participates in a peculiar biopolitics that limits the terrain on which immigrant women, particularly Muslim immigrant women, can participate in German culture. In this essay I briefly sketch out one of the dominant discourses within which immigrant women have been represented in Germany. I then consider a novel by the Turkish German author Emine Sevgi Özdamar, Die Brücke vom Goldenen Horn (1998), in order to consider how her narrative of a ‘sexual’ coming of age also becomes a narrative that reveals and resists those discursive boundaries that circumscribe Muslim woman's femininity and the possibility for ‘Islam in Germany’.

Das Werk Emine Sevgi Özdamars legt die dominanten Bilder von Frauen mit Migrationshintergrund in Deutschland offen, und stellt diese Darstellungen wiederum in Frage. Wenn Özdamar die Bilder des Kopftuchs und der Putzfrau zusammenbringt, enthüllt sie die oft versteckten Verschränkungen der Darstellungen der bedeckten Frau mit Migrationshintergrund und ihre wirkliche Rolle in der Dienstindustrie. Als das schlechthin ‘Andere’ fungiert der bedeckte Körper der muslimischen Frau, um ein emanzipiertes, demokratisches Deutschand zu bestätigen. Gleichzeitig verdeckt er die Rolle, die ihre Arbeit in der globalisierten Wirtschaft Deutschlands spielt. So eine Konstruktion von Deutschland wirkt bei einer seltsamen Biopolitik mit, die den Raum begrenzt, in dem Frauen mit Migrationshintergrund, besonders muslimische Frauen, mitmachen dürfen. In diesem Aufsatz skizziere ich zunächst ein wichtiges Diskursfeld, in dem die muslimische Frau dargestellt wird. Ich analysiere den Roman Die Brücke vom Goldenen Horn um zu zeigen, wie dieses Buch die Form eines sexuellen Bildungsromans verwendet, um die diskursiven Grenzen der ‘muslimischen Frau’ und ‘Islam in Deutschland’ in Frage zu stellen.