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Pupae of Rhagoletis cerasi (L.) from Austria, Czechoslovakia, Switzerland and Italy were stored at 4° for 155 days and then transferred to eleven constant and four cycling temperature regimes until the flies emerged. No flies emerged in 324 days at 8° constant but mean emergence was 84% for the remaining regimes. Female flies emerged slightly earlier than males and flies from Italy were the last to start emerging. Reduced to a common mean base temperature of 6.8°, temperature sums in day degrees C to 10% emergence of female flies were 331 (Austria), 319 (Czechoslovakia), 359 (Italy) and 321 (Switzerland). The equivalent sums are also given for first, 50% and 90% emergence. When tested with soil temperature data from Switzerland 321 day degrees above 6.8° and 430 day degrees above 5° gave effectively the same estimates for practical forecasting purposes.

ZUSAMMENFASSUNG

TEMPERATUREINFLUSS AUF DIE NACHDIAPAUSEENTWICKLUNG VON VIER GEOGRAPHISCHEN HERKÜNFTEN DER KIRSCHENFLIEGE (RHAGOLETIS CERASI)

  • 1
    Puppen von Rhagoletis cerasi L. aus Österreich, der Slovakei, der Schweiz und aus Italien, welche aus infizierten Kirschen gewonnen worden waren, wurden während 155 Tagen bei 4° gelagert und anschliessend für die Weiterentwicklung in 11 konstanten und 4 fluktuierenden Temperaturregimen untersucht.
  • 2
    Keine Fliegen schlüpften nach 324 Tagen Inkubationsdauer bei 8°, während die durchschnittliche Schlüpfrate bei den übrigen Temperaturbedingungen 84% betrug.
  • 3
    Die beobachteten und berechneten Werte für die Entwicklungsdauer bis zur Erreichung der Schlüpfraten von 10% und 50% sind nach Geschlechtern und Herkünften getrennt in Tabellen aufgeführt. Lineare Regressionsgleichungen wurden berechnet für die Kurven der Entwicklungsraten und verwendet für die Berechnung der Entwicklungsnullpunkte und effektiven Temperatursummen.
  • 4
    Weibliche Fliegen schlüpften früher als Männchen und Puppen aus Italien entwickelten sich von allen vier Herkünften am langsamsten. Berechnet auf der Basis eines durchschnittlichen Entwicklungsnullpunktes von 6.8° als Schwellenwert benötigten die Weibchen der verschiedenen Herkünfte bis zum Erreichen der Schlüpfrate von 10% folgende Temperatursummen in Gradtagen: Österreich 331°, Slovakei 319°, Italien 359° und die Schweiz 321.
    Die entsprechenden Werte für das Erreichen des Zeitpunktes von Schlüpfbeginn, 50% und 90% Schlüpfrate sind ebenfalls in Tabellenform dargestellt.
  • 5
    Der normalerweise für Prognosezwecke verwendete Schwellenwert von 5° wurde zu Vergleichszwecken ebenfalls in die Analyse der experimentellen Daten einbezogen, doch zeigte es sich, dass er zu tief liegt. Die Uberprüfung der Prognosemethode in der Schweiz mittels Bodentemperaturen in 5 cm Bodentiefe unter Anwendung des neuen Schwellenwertes von 6.8° und der effektiven Temperatursumme von 321 Gradtagen führte jedoch zu den gleichen Schlussfolgerungen wie die Verwendung des traditionellen Schwellenwertes von 5° und der Summe von 430 Gradtagen. Da die Berechnungen auf der Basis von 5° einfacher sind und gute Übereinstimmung mit den Fangresultaten im Freiland zeigen, besteht keine Veranlassung für die praktische Anwendung den alten Schwellenwert zu ändern.