Alte Theorien in neuer Umgebung auf die Probe stellen: Der Zeitpunkt für erste Gesetze der sozialen Sicherheit in Afrika

Authors


  • Der Verfasser dankt Jimi Adésínà, Tommy Ferrarini, Ian Gough, Robert Hagfors, Walter Korpi, Thandika Mkandawire, Kenneth Nelson, Niels Ploug und zwei ungenannten Gutachtern für ihre wertvollen Kommentare.

Olli E. Kangas, Professor, Head of the Research Department, Social Insurance Institution (KELA), PO Box 450, 00101 Helsinki, Finnland; E-Mail: olli.kangas@kela.fi.

Auszug

Der vorliegende Artikel untersucht den Zeitpunkt der Einführung von vier wichtigen Komponenten der sozialen Sicherheit — Arbeitsunfallversicherung, Krankengeld, Renten und Familienbeihilfen — in 43 afrikanischen Ländern. Er geht des Weiteren auf die Frage ein, ob die Gesetzgebungsstruktur, die vorherrschende Religion oder die koloniale Vergangenheit des jeweiligen Landes von Bedeutung sind, wenn wir das Jahr der Unabhängigkeit, den Wohlstand, den Grad der Demokratie, die Regierungsstabilität, die Industrialisierung sowie Größe und ethnische Homogenität der Bevölkerung auf ihren jeweiligen Einfluss hin überprüfen. Auf der Grundlage des Regressionsmodells von Cox kann geschlossen werden, dass industrialisierte, homogene und recht bevölkerungsreiche Länder, die unter französischer Herrschaft gestanden haben, bei der Gesetzgebung zur sozialen Sicherheit in Afrika im Allgemeinen Vorreiter sind.

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