Chemie in unserer Zeit

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Online ISSN: 1521-3781

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04.06.2014

Chinas Monopolstellung auf bröckelt nur langsam

Die Seltenen Erden (SE) haben längst ihr Exotenimage verloren und unseren Alltag erobert: Etwa 40 % der jährlich geförderten Menge wird für Zukunftstechnologien wie Windkraftanlagen, Hybridfahrzeuge, E-Bikes, Katalysatoren und Energiesparlampen verwendet. Die SE gehören zu den von der Europäischen Union definierten 14 kritischen Rohstoffen; Basis für diese Bewertung sind ihre wirtschaftliche Bedeutung und das Versorgungrisiko.

Derzeit werden etwa 90 Prozent der jährlich abgebauten rund 100.000 Tonnen Seltene Erden in China gefördert. Seine Monopolstellung werde China im Laufe des nächsten Jahrzehnts durch den Markteintritt neuer Anbieter verlieren – das ist das Ergebnis einer Studie, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) auf Basis eines neu entwickelten Metallmarktmodells (METRO) erstellt hat. Demnach werden in den kommenden Jahren mit den USA, Australien und Kanada neue Anbieter vor allem für die Leichten Seltenen Erden auf den Markt kommen. Für die Schweren Seltenen Erden werde die Vormachtstellung Chinas daher noch länger bestehen bleiben.

Zur gleichen Einschätzung gelangten Frank Melcher und Hildegard Wilken von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) bereits Anfang 2013 in ihrem Artikel in der ChiuZ.

In ChiuZ können Sie nachlesen, wie die Experten die Versorgungslage wichtiger Rohstoffe einschätzen: DOI:10.1002/ciuz.10.1002/ciuz.201300597


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