Chemie Ingenieur Technik

Cover image for Vol. 88 Issue 12

Online ISSN: 1522-2640

Associated Title(s): Chemical Engineering & Technology, ChemBioEng Reviews, Energy Technology

84_03/2012Titelbild Chem. Ing. Tech. 3/2012

Das Rangoli ist eine der ältesten und verbreitesten Kunstformen Indiens und ist bereits sehr alt. Rangolis dienen dazu Tempel und Hauseingänge zu schmücken und werden an wichtigen Feiertagen oder zu besonderen Anlässen gemalt. Sie sind untrennbar mit dem Prinzip der Gastfreundschaft verbunden und signalisieren ein herzliches Willkommen im eigenen Haus.

Ein Rangoli ist normalerweise eine Wand- oder Fußbodenmalerei aus Farbpulver, Reismehl, Blütenblättern oder traditionellen Farben. Der Name Rangoli kommt aus dem Hindi und bedeutet rang=Farbe, aavali=row of colours.

Die erste Erwähnung fand die Rangoli Malerei in der Chitralakshana, einer alt-indischen Abhandlung über Malerei und Zeichentechnik. Als der Sohn eines Hohenpriesters starb, bat Brahma den Vater ein möglichst lebensnahes Bild von seinem Sohn zu malen, so dass er ihn wieder zum Leben erwecken konnte. So entstand das angeblich erste Rangoli.

Früher wurden vor allem die Wände der Häuser mit Rangolis geschmückt. Rangolis sind durch die Materialien, die benutzt werden, nicht permanent. Durch Wind, Regen oder auch Berührung, werden sie aufgelöst und meistens halten die nicht länger als ein paar Tage. Diese Fragilität ist angeblich eine Metapher für die Vergänglichkeit des Lebens und des Glücks.

Rangolis erinnern vor allem an die buddhistischen Mandalas, die einen ähnlichen Ursprung haben.

Traditionelle Rangoli-Motive kommen meistens aus der Natur: Lotus Blume, Pfau, Schwan oder andere Blumen sind weitverbreitet. Auch geometrische Muster oder traditionelle Symbole wie die Swastika, Fußspuren (angeblich von der Göttin Lakshmi), eine Muschel oder der Dreizack sind beliebt.

Quelle: http://gunguroo.blog.de/2008/10/29/rangoli-4949261/

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