Chemie Ingenieur Technik

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Online ISSN: 1522-2640

Associated Title(s): Chemical Engineering & Technology, ChemBioEng Reviews, Energy Technology

20.06.2005

Stickoxidadsorption

Die strengen Grenzwerte für Stickoxide in Abgasen erfordern zuweilen eine Kombination mehrerer Verfahren. Eine Alternative zu gängigen Sekundär-Methoden bietet Aktivkohle, an der Stickstoffmonoxid adsorbiert und katalytisch û unter Umsetzung der Aktivkohle zu CO2 und CO û zu N2 reduziert wird. Die Rauchgaskomponenten O2 und H2O beeinflussen diese Vorgänge. Bei der Messung von Sorptionsisothermen steht man vor der Schwierigkeit, dass gleichzeitig katalytische Reaktionen ablaufen. Anhand von Desorptionsmessungen ließen sich NO-Sorptionsisothermen bestimmen: Bei 100 und 120 °C können physisorbiertes NO- und zwei chemisorbierte NO-Spezies, NO2 und (NO)2, unterschieden werden. Bei 150 °C ist nur noch chemisorbiertes (NO)2 nachweisbar. Bei niedrigeren Temperaturen treten zusätzlich zur NO-Adsorption eine NO-Oxidation und weitere Adsorption auf. Die ermittelten Adsorptionskoeffizienten dürfen dann nur als scheinbare Koeffizienten angesehen werden, da diese die Adsorption von mehr als einer Komponente beinhalten und vom Gleichgewicht der NO2-Bildung abhängen.

W. Klose, S. Rincón, Chem. Ing. Tech. 2005, 77 (7), 901.
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