Internationale Revue für Soziale Sicherheit

Cover image for Vol. 66 Issue 3-4

Sondernummer


Good Governance in Institutionen der sozialen Sicherheit
Band 64 | Nummer 4 Oktober-Dezember 2011

Diese Sondernummer der Internationalen Revue für Soziale Sicherheit befasst sich mit dem vielschichtigen Thema Good Governance in der Verwaltung der sozialen Sicherheit:

Verwaltungsführung und soziale Sicherheit: Auf der Grundlage der IVSS-Good-Governance-Richtlinien für Institutionen der sozialen Sicherheit voranschreiten
Alberto R. Musalem und Maribel D. Ortiz

Sozialdialog und Governance in der sozialen Sicherheit aus aktueller IAO-Sicht
Youcef Ghellab, Nancy Varela und John Woodall

Fragen des Klimawandels in den Praktiken von Investitionsfonds
Ole Beier Sørensen und Stephanie Pfeifer

Arbeitgebereinstellungen zu Compliance im Bereich der Sozialversicherung in Schanghai
Chris Nyland, S. Bruce Thomson und Cherrie J. Zhu

Beitragseinziehung und Beitragspflicht in der sozialen Sicherheit: Verbesserung der Governance zur Ausweitung des Sozialschutzes
Louis D. Enoff und Roddy McKinnon

Governance hat viele Aspekte und ihre Prozesse finden auf verschiedenen Handlungsebenen statt. Letztlich ist Governance jedoch ein Mittel zum Zweck. So bezieht sich das in der sozialen Sicherheit verwendete Governance-Konzept in der Regel auf Bemühungen, die auf Verbesserungen bei allen Aspekten des internen Verwaltungsmanagements in der sozialen Sicherheit zielen bzw. diese fördern und unterstützen – um optimale Verwaltungslösungen zu erreichen.

Das Konzept kann sich aber auch auf das Handeln der Zivilgesellschaft bezüglich von Rechten und Ansprüchen auf soziale Sicherheit erstrecken. Es kann sich auf formalisierte und integrierende Prozesse des dreigliedrigen Sozialdialogs beziehen – Legitimationsprozesse, die einen breiten Konsens zu Gunsten politischer Reformen im Bereich der sozialen Sicherheit aufbauen und erhalten sollen. Auf nationalstaatlicher Ebene kann die Schaffung von Systemen der sozialen Sicherheit und einem entsprechenden gesetzlichen Rahmenwerk mit dem strategischen Ziel, die Bedürfnisse der Bürger und Einwohner zu befriedigen, dazu beitragen, bestehende nationale Governance-Systeme zu stärken und darüberhinaus Demokratisierungs- und Staatsbildungsprozesse zu stützen. Ein derartiger Ansatz beinhaltet Begriffe wie Treuhänderschaft oder Führungskraft, um das Gemeininteresse zu schützen und zu fördern. Auf einer höheren Ebene, als Träger einer globalen Governance, repräsentieren nationale Systeme der sozialen Sicherheit integrierte institutionelle Mechanismen für soziale und wirtschaftliche Entwicklungskonzepte, die auf Rechte und Integration abstellen; sie sind daher von grundlegender Bedeutung für Wohlfahrt, Stabilität und sozialen Zusammenhalt. Ein wichtiges Ziel dieser Sondernummer ist es, die obengenannten sowie breiter gefasste, verknüpfte Themen zu diskutieren, um mit diesem Beitrag die Arbeit von politischen Entscheidungsträgern, Praktikern, Analysten und Forschern im Bereich der sozialen Sicherheit zu unterstützen.

www.wileyonlinelibrary.com/journal/issr-g

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