Internationale Revue für Soziale Sicherheit

Cover image for Vol. 66 Issue 3-4

Sondernummer: Soziale Sicherheit und Pravention


Sondernummer: Soziale Sicherheit und Prävention

Diese Sondernummer der Internationalen Revue für Soziale Sicherheit widmet sich den Rollen, Zielen und Schwierigkeiten von Prävention im Bereich der sozialen Sicherheit:

Editorial: Soziale Sicherheit und Prävention
Adrian Sinfield

Arbeitsabhängige soziale Sicherheit für informell Beschäftigte
Francie Lund

Herausforderungen bei der Beurteilung und Entschädigung von psychischem Stress unter dem nigerianischen Employee’s Compensation Act von 2010
Olayinka Atilola

Sozialschutz und Krankheitsprävention in Entwicklungsländern: Der gesundheitliche Nutzen von Renten- und Krankenversicherung
Peter Lloyd-Sherlock, Nadia Minicuci, John Beard and Somnath Chatterji

Der Sozialschutz im Dienst einer dauerhaften Integration: Ein Muss für Europa angesichts der Krise
Chantal Euzéby

Sozialer Unsicherheit besser vorbeugen
Adrian Sinfield

In den letzten Jahren hat die Internationale Vereinigung für Soziale Sicherheit (IVSS) sich verstärkt darum bemüht, dass die Präventionskultur ins Zentrum der Planung der sozialen Sicherheit gestellt wird. Sie wies ihr daher in ihrer Rahmenstrategie der „dynamischen sozialen Sicherheit“ einen wichtigen Platz zu, neben den besser eingeführten Zielen des Einkommensschutzes und der Rehabilitation. Prävention kann sich auf vieles beziehen – verhindern, dass etwas geschieht, weitergeht, sich verschlimmert, erneut eintritt, sich ausbreitet und in einem größeren Radius wirkt, endemisch wird. Auch das, was verhindert werden soll, kann stark variieren – beispielsweise soziale und wirtschaftliche Unsicherheit, Arbeitslosigkeit, Gesundheitsbeschwerden, Krankheit, Tod, Abhängigkeit von Leistungen oder Abhängigkeit von Arzneimitteln. Prävention beinhaltet Aktivitäten, die auf einer oder mehreren Ebenen zu Nutzen führen: strukturell, lokal und individuell. Ein wichtiges Motiv dafür, der Prävention mehr Aufmerksamkeit zu widmen, ist der wirtschaftliche Nutzen, und angesichts der angespannten wirtschaftlichen Verhältnisse der meisten Länder heute könnte man erwarten, dass dies sie für die Politik attraktiver machen würde. Dies sollte jedoch nicht der wichtigste oder alleinige Grund sein für die Förderung präventiver Strategien. Diese Sondernummer liefert schlagkräftige Argumente dafür, sich sowohl analytisch als auch grundsatzpolitisch genauer damit zu befassen, wie die Prävention gestärkt werden kann. Die verschiedenen Vorschläge zu dieser Thematik möchten eine breite Diskussion anregen.

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